Herr Luther mischt sich ein: Kapitel 7

Timo und Christian
Timo und sein bester Freund Christian brachten sich auf den neusten Stand nach den Ferien. Illustrationen: Aaron Jordan

Auf dem neusten Stand: Nach den Ferien - vor der Schule

Was Timo in den Ferien erlebte, könnt ihr hier nachlesen. Viel Vergnügen dabei!

Gerade hörte Timo, wie Luther Luft holte um zu erzählen, wie das damals war, als er im Wald entführt wurde, da klopfte es an die Tür. Das erstaunte Timo, denn in seiner Familie hielt sich ­niemand an diese Regel. Obwohl er ein Schild außen hingeklebt hatte.

"Ja?"

Er hörte ein Geräusch, wie wenn ein Luftballon die Luft abgelassen bekommt. Luther. Er sah ihn förmlich vor sich, wie er ausatmete und seinen Mund wieder schloss. Die Geschichte musste noch ein wenig warten.Die Tür ging auf und Christian, sein bester Freund stand im Zimmer.

"Mööönsch!", grinste er. Er setzte sich zu Timo aufs Bett und haute ihm auf die Schulter. "Ich dachte schon, du kommst nicht wieder."

Timo rammte ihm den Ellenbogen ein bisschen in die Seite. "Hast du mich vermisst?" "Na klar. Weißt du eigentlich wie öde es ist, wenn alle im Urlaub sind? Nur noch Leni war da. Und mit der wollte ich nicht. Obwohl sie ständig gefragt hat, ob ich mal mit ins Schwimmbad will und so."

Timo musste grinsten. Leni war eigentlich ganz in Ordnung. Der einzige Nachteil war, dass sie so unwahrscheinlich viel sprach. Ständig. Immerzu. Dazu stellte sie unzählige Fragen. Man konnte also noch nicht mal einfach nur dasitzen, sich vollblubbern lassen und wegträumen - nein! Leni legte Wert auf Antworten und Kommunikation. Das war wirklich anstrengend. Da war es nichts mit "chillen".

"Verstehe!"

"Hast du den Klassenchat gelesen?", fragte Christian mit Blick auf das Handy in Timos Hand.

"Ich bringe mich gerade auf den neusten Stand. Was ist denn das für ein albernes Gequatsche mit dem Mäppchen? Haben die zuviel Sonne abbekommen?"

Christian streifte sich die Schuhe ab und schob sie unters Bett. Er kannte Timo und seine Macken mittlerweile gut genug. Eigentlich mochte es Timo gar nicht, wenn einer mit Straßenschuhen sein Zimmer betrat. Aber Sommerschlappen zählten für Christian nicht zu Schuhen. Deshalb hatte er sie anbehalten. Besser also, sie außer Sichtweite abzustellen, damit Timo es erst gar nicht auffiel. Der war über sein Handy gebeugt und die blonden Haarsträhnen fielen ihm über die Stirn und verdeckten sein Gesicht.

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