Über die Konfessionsgrenzen hinweg

Georg Jakobsche
Georg Jakobsche. Foto: Schaller

Lebenslinien in Gottes Hand (57): Spurensuche nach Vorfahren, die im Schatten lebten

Neuendettelsau. Der katholische Theologe Georg Jakobsche hat die Verantwortung für den pastoralen Dienst in den Kindertagesstätten der Diakonie Neuendettelsau und deren religionspädagogische Ausrichtung übernommen. Zu seinen Aufgaben gehört auch der Konfirmandenunterricht in der Diakonie-Kirchengemeinde St. Laurentius.

Jakobsche sieht sich "in erster Linie als Christ, nicht als Katholik". Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Ursprünglich stammt er aus einer katholischen unterfränkischen Bauernfamilie. Nach seinem Studium hat er die dreijährige Ausbildung zum Pastoralreferenten absolviert. In der Gemeindearbeit setzte er Schwerpunkte im Bereich Kinder und Jugend. Als bereichernd empfand er auch die sechs Jahre als Seelsorger in der Psychiatrie des Bezirkskrankenhauses. Fast immer unterrichtete er nebenbei an verschiedenen Schulen, so auch seit einigen Jahren an der evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik in Nürnberg.

Die Erfahrungen aus der Erzieher­ausbildung bringt er auch in seiner neuen Position als Seelsorger für die Kindertagesstätten der Diakonie Neuendettelsau ein. "Basal anfangen" müsse man in den Kindertagesstätten, die heute von Kindern mit ganz unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen besucht werden, meint er. Man dürfe nur wenig voraussetzen und sollte die Arbeit so ausrichten, dass alle mitdenken und mitfühlen können.

"Wir sind und bleiben eine christliche Einrichtung", betont Jakobsche, aber wir wollen jedem die Gelegenheit geben, sich mit seinem Glauben auseinander zu setzen. In den Kindertagesstätten habe man dafür gute Chancen, weil Kinder unbefangener mit religiösen Themen umgehen. Sie seien bereit, Toleranz in ihr Konzept aufzunehmen."Wer sich und seine Kinder in die Gesellschaft integrieren will, findet in der Kita die bestmögliche Unterstützung", lautet seine Überzeugung.

Zu Jakobsches Aufgabengebiet gehört die Beteiligung an der Konfirmandenarbeit. "Religiöse Identität ist Teil der Identität eines Menschen - was speziell evangelisch ist, kann ich lernen", sagt der katholische Theologe dazu. Zugute kommen ihm außerdem seine umfangreichen Erfahrungen in der Kinder-, Jugend- und Firmarbeit. Den Konfirmandenunterricht will er jedenfalls "mit Ernsthaftigkeit betreiben" und "den Einzelnen als Menschen ansprechen". Mit Pfarrer Peter Schwarz steht ihm dabei ein evangelischer Pfarrer zur Seite. Einzelheiten werden noch abgesprochen, aber Georg Jakobsche ist überzeugt, dass gute Strukturen nötig sind, um erfolgreich zu sein. Die Gruppen dürfen nicht zu groß sein und die eingesetzten Konzepte müssen zu den Menschen passen und deshalb flexibel sein. "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt". Dieses Zitat aus dem 1. Petrusbrief beschreibt das Selbstverständnis, mit dem Georg Jakobsche, der sich selbst in der Nachfolge und unter dem Anspruch Jesu sieht, in die seelsorgerliche Arbeit mit Menschen geht.  

                     Thomas Schaller

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