Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 29.1.2017
Brücke

=> Andacht: Fürchtet euch nicht!

''Fahrt doch schon einmal los - ich komme dann später nach.'' Diesen Satz kenne ich aus dem Alltag, wenn ich noch etwas zu erledigen habe und der Rest der Familie eigentlich mit mir zu einem Besuch bei der Verwandtschaft aufbrechen will. ''Fahrt doch schon einmal ans andere Ufer - ich würde mich gerne noch von meinen Zuhörern verabschieden und dann brauche ich noch etwas Zeit fürs Gebet.'' So in etwa muss Jesus seine Jünger zu Beginn des Predigttextes losgeschickt haben. Es kommt, wie es kommen muss ...

(aus Matthäus 14,22-23)

Susanne Borée

=> Die Kälte nicht siegen lassen

An einem der kalten Januar-Sonntage fiel unsere Heizung aus. Der Notdienst musste erst ein Ersatzteil besorgen - ''vielleicht erst bis Dienstag''. Es war fast mit Händen zu greifen, wie die Eiseskälte draußen die wärmere Temperatur aus den Räumen heraussog. Das Frühstück am Montag verzehrten wir vor dem angeheizten und geöffneten Backofen. Ich plante schon ein Matrazenlager vor dem Backofen als Lagerfeuer-Ersatz für die kommende Nacht. Wenigstens ließ sich dies Problem bald beheben ? das war dringend an der Zeit! Wie schnell die Kälte Raum gewinnt! ...

Lotte Westermacher

=> Was nur aus ihnen geworden ist ...

''Wer Israel antastet, tastet meinen Augapfel an.'' Dieser Vers des Propheten Sarchaja (2,12) traf Anna Kressel tief ins Mark. Die Colmbergerin, 1901 geboren, war tiefgläubig - und eng verbunden mit der jüdischen Gemeinde in dem mittelfränkischen Ort zwischen Rothenburg und Ansbach. Als Magd verlor Anna Kressel mit 16 Jahren bei einem Unfall mit der Dreschmaschine ein Bein. Nun war sie ohne jede Perspektive. Schon bald nach ihrer Lehrzeit machte sich Anna Kressel in Colmberg selbstständig. Sie wohnte in der ehemaligen Lehrerwohnung der Colmberger Synagoge. ...

Dietrich Wünsch

=> Erneuerung von Auswärtigen geprägt

Ihr habt eine offene Hand beim Empfangen von Gütern, aber eine geschlossene beim Geben. - Auch heute noch ist ein solcher Satz vielen zu deutlich. Vor 460 Jahren sorgte er wohl für einen handfesten Skandal. Kein geringerer als der Rothenburger Superintendent (Dekan) Simon Gerengel schleuderte ihn dem Rat entgegen. Niemanden wunderte es da anno 1555 wohl, dass Gerengel danach nicht mehr lange an der Tauber blieb. Über einen kurzen Zwischenaufenthalt in Burgbernheim ging er dann wieder "heim" nach Sopron an der heutigen Westgrenze Ungarns. Denn aus den Habsburger Landen war er auch gekommen. ...

Ernest und Ilse Haas

=> Lebenslinien (Teil 69): Abgründe erfahren

Aus den Lebenserinnerungen von Ernest Haas (* 1925), ein Enkel des Colmberger Viehhändlers Alexander Steinberger:  Indem ich, der einzige aus Neumarkt stammende jüdische Überlebende des Holocaust und seiner Vernichtungslager, die Geschichte meiner Familie aufschreibe, hoffe ich, das Andenken meiner lieben Schwester Ilse Margot Haas, meiner geliebten Eltern, meiner Tanten, On- kel, Cousins und Cousinen und der restlichen Juden der Gemeinde Neumarkt zu ehren. ...

Referat

=> Herr Luther mischt sich ein, Teil 16

Eine Erzählung für unsere Kinderbeilage "Tim und Tina":
Showdown

Stundenlang saß Timo an diesem Referat. Eigentlich waren nur zehn Minuten ausgemacht mit Pfarrer Wagner. Aber wie bitte schön konnte man das ganze Leben Luthers in zehn Minuten packen? Timo würde mit dem Religionslehrer sprechen. Nachdem er immer jedes Thema in aller Ausführlichkeit besprach, würde er damit vielleicht gar kein Prob­lem haben. Außerdem konnte er sich in der Zeit bequem zurücklehnen und musste sich nicht mit den ''ignoranten Schülern'' herumärgern. Timo grinste, als er daran dachte, wie der Pfarrer sie immer zusammenstauchte. Bis ihm einfiel: Dann wäre er es ja, der sich mit ihnen herumärgern müsste. ''Fehler. Totaler Denkfehler!'' ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 30. April 2017:

- Im Druck am Truck: Der ''Europäische Stationenweg - Geschichten auf Reisen''  in Nürnberg

- Hochzeitsplaner für türkische Paare: Stumpfes Messer für die Torte

- Eine kreative Kirchen-WG: Münchner Jugendkirche teilt sich das Gotteshaus mit Kirchengemeinde

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