Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 2.4.2017
Brücke

=> Andacht: Herr, hier bin ich

Wenn heutzutage ein Vater sagen würde, ein Gott habe ihm befohlen, seinen Sohn zu töten, würden wir ziemlich sicher alles daran setzen, ihn in die Psychatrie einweisen zu lassen; das wäre für uns ein Kranker, gefährlich und bedauernswert! Ja, es werden Kinder geopfert, auch heute noch. Unser Entsetzen über solche Vorgänge kommt nicht nur aus unserem modernen Menschen - und Gottesbild, es kommt auch aus diesem Bibelwort selbst: Nicht der Anfang der Geschichte ist die Botschaft, sondern ihr Ende. ...

(1. Mose 22,1-13)

Johanna Haberer

=> Reformation - Scheitern und Erfolg

Der inspirierende Theologe und Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann hat in seinem neuen Buch "Erlöste und Verdammte" die Reformation wie eine vielgestaltige kulturelle Bewegung beschrieben, die ganz Europa und viele Teile der Welt verändert hat. Und: er hat auch ihr Scheitern beschrieben. Wie aus einer befreienden Bewegung, Abgrenzung und Erstarrung wurde. Wie aus einem Friedensapell Krieg wurde. Dass es schwierig ist, Befreiung und Ordnung in einer lebensfreundlichen Balance zu halten, dass musste Luther selbst erleben ...

Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

=> Inspiration aus der Reformation

Viel von der Vergangenheit war die Rede. Aber auch viel von der Zukunft der Kirche. Hier in Coburg beobachtete Martin Luther im Jahre 1530 aus sicherer Entfernung den Reichstag von Augsburg und bangte dabei um die Zukunft der Kirche, und der Reformation. Genau hier hält die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ihre Frühjahrstagung ab - bewusst im Jahr des 500. Reformationsjubiläums. Gilt doch die oberfränkische Stadt als bedeutendste Lutherstadt in Bayern, ja in den alten Bundesländern. Was würde Martin Luther sagen, wenn er der Synode in den letzten Jahren über die Schulter geschaut hätte? Diese Frage stellte in ihrer Eröffnungsansprache die Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel. ...

Matthias Querbach

=> Musik, die tief berührt

Kirchenmusiker sind in der Passionszeit sehr beschäftigt. In vielen Kirchen werden die Werke von Johann Sebastina Bach und vielen anderen Komponisten aufgeführt. Die Kirchen sind sehr gut besucht. Wie kommt es, dass diese Musik die Menschen erreicht und die Kirchen füllt - ein Gottesdienst mit ähnlicher Musik und Text jedoch nicht? Sind es Menschen auf der Suche nach Kultur? Oder sind es Besucher, die hier ihre Spiritualität erleben können? Was ist das Geheimnis dieser Musik? ...

Haarbild

=> Lebenslinien (Teil 78): Mit Haut und Haar

Ein Kreuzanhänger, eine fein ziselierte Brosche. Wenig wertvoll und nicht weiter erwähnenswert - wenn sie nicht aus einem ungewöhnlichen Material bestünden: menschlichem Haar, das an die Toten erinnern sollte. Es erfüllt uns heute vielfach mit schauriger Faszination - doch vor 150 oder 200 Jahren war dies ganz normal. Finger- und Ohrringe, Armbänder und Kreuzesanhänger, Broschen aus so genannten "Haarblumen" und geflochtene Haarkränze um Erinnerungsfotos gab es zuhauf. Noch heute heben wir manchmal eine Haarlocke zum Gedenken an einen geliebten Menschen oder als Erinnerung an das erste Haar der Kinder auf. Freunde oder auch Liebende gaben sich bei der Trennung eine Haarlocke. Haare und Nägel werden bei Lebenden geschnitten wie totes Material und wachsen oft noch nach dem Tod ihres "Besitzers" weiter....

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 19. November 2017:

- Lyrikerin, Fastnachter und Heimatpflegerin erhalten Frankenwürfel

- Seit fünf Jahren hilft bayerisches Wohnprojekt "Scheherazade" bei drohender Zwangsheirat

- Prior Christian Schmidt über zehn Jahre Evangelischer Konvent Kloster Heilsbronn

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