Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 6.8.2017
Brücke

=> Andacht: Unmögliche Träume?

In der 10. Klasse konnte ich meine "Kinderschultasche" nicht mehr ­sehen. Es musste eine "Erwachsenenschultasche" her. Also erstritt ich mir einen braunen Aktenkoffer. Und den habe ich dann mit Aufklebern "verschönert". Diese Aufkleber brachten meine politischen und religiösen Überzeugungen zum Ausdruck. Einer der wichtigsten Aufkleber trug die Aufschrift "Schwerter zu Pflugscharen". Ein muskulöser Arbeiter schmiedete aus einem Schwert eine Pflugschar. Auf dem Höhepunkt der Nachrüstungsdebatte nahm das Emblem aus der Dresdner Studierendengemeinde schnell seinen Weg von Ost nach West auf meinem Koffer. Und auch hier erregte die provokante Botschaft des jüdischen Propheten Aufsehen.

(Jesaja 2,1-5)

Susanne Borée

=> Einen Vorrat an Wärme sammeln

Sommerabend am See. Die Blätter spiegeln sich in dem leichten Kräuseln der Wellen. Ihr Grün erscheint im Wasser dunkler als oben in der Luft. Die Zeit scheint stillzustehen. Nur von ferne dröhnt noch ein verspäteter Rasenmäher. Das Wäldchen, das den See umschließt, scheint die Ruhe auch davor abzuschirmen. Der Wasserspiegel erscheint wie ein samtenes Tuch. Es fängt die letzten Sonnenstrahlen ein. Der Wind streichelt sanft Arme und Gesicht. Das Grün der Blätter wandelt sich in immer dunklere Schatten. Nun lenkt der See die Blicke auf sich wie ein helles Auge. ...

Thomas Greif

=> Schicksaldstunden und unbeirrte Lebenswege

Fast hautnah erlebte der damalige Rummelsberger Rektor Karl Heinz Neukamm 1970 den Kniefall des Bundeskanzlers Willy Brandt vor dem Mahnmal des Warschauer Ghettos mit. Schließlich war Neukamm in seiner Funktion als "Vorsitzender der evangelischen Jugend Deutschlands" unter den 24 Delegationsmitgliedern, die Willy Brandt nach Polen begleiteten. Diese Jugendorganisation engagierte sich bereits seit 1965 um die "Versöhnung mit Polen". So nutzte der Rummelsberger diese Reise, um in Warschau Gespräche mit Vertretern der Kirchen und der Jugendorganisationen zu führen. Im entscheidenden Augenblick der spontanen Geste Brandts war er also zwar in der Stadt, jedoch nicht direkt vor Ort. Dennoch streifte den Rummelsberger Rektor der Atem der Geschichte. Damit ist er längst nicht der einzige Repräsentant des Diakoniedorfes, die über ihren Kirchturm hinaus blickten. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 22. Oktober 2017:

- Deutschlandweite Konferenz "Diakonie und Entwicklung" tagte in Nürnberg

- Fehlender Mut zur Reformation? Vorläufige Bilanz des 500-jährigen Jubiläums

- Zur Buchmesse: Drei Korrespondentinnen berichten aus verschiedenen Weltregionen über Autorinnen + buchtipps

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