Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 24.9.2017
Brücke

=> Andacht: Loslassen befreit zu neuer Offenheit

Das Wort des Petrus kann nur verstanden werden, wenn wir auf den vorauslaufenden Teil des Gesprächs Jesu mit dem reichen Jüngling schauen. Dieser kann ein reines Herz vorweisen, denn er hält alle Gebote. Doch da kommt eine weitere Aufforderung Jesu: "Es fehlt dir noch eines: Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!" Offensichtlich kann er dieser Aufforderung nicht nachkommen, denn er bleibt sprachlos und geht traurig weg. Daraufhin sagt Jesus diesen Satz, der sprichwörtlich bei uns geworden ist: "Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme." Vor einiger Zeit erlebte ich Armut, zumindest aus unserer Sicht ...

(Lukas 18, 28-30)

Susanne Borée

=> Beim Reformationsjubiläum fremde Welten entdecken

Wittenberg hat mehr zu bieten als Martin Luther. Mit fast unscheinbaren Tafeln ehrt die Uni dort auch unbekannte Absolventen und Lehrer. Wer ist etwa Anton Wilhelm Amo? "1. afrikan. Student, 1730 - 1735 in Wittenberg", so belehrt uns knapp die Tafel über den Köpfen. Amo, geboren um 1700, wurde als Kind versklavt und verschleppt. Von Amsterdam kam er als "Kammermohr" an die Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg-Wolfenbüttel. Sie ließen ihn taufen und 1721 konfirmieren. Und sie fragten sich offenbar: Kann ein Schwarzer gebildet sein? ...

Langer Anton

=> Aufräumen mit dem langen Anton

''Wo hat er denn seine Arme?'', fragt das Grundschulkind spontan, während es zum langen Anton Frank aufschaut. Dieser ist jedoch schon seit mehr als 400 Jahren tot. Sein Skelett zeigt die Sonderausstellung "Luther, Kolumbus und die Folgen" des Germanischen Nationalmuseums. Exakt 2,44 Meter wurde er groß - er misst damit fast die doppelte Länge des Kindes. Nicht nur früher zog er Blicke auf sich. Doch was hat Anton hier zu suchen? Als Beispiel der Abweichung von der Norm dient er bei der Schau. Im 16. Jahrhundert war alles ins Wanken geraten...

Doris Bewernitz

=> Lebenslinien (Teil 103): Von der klaren und einfachen Sprache

''Mein Vater zum Beispiel war ein Büchernarr. Er hat immer sehr viel gelesen in seinem Leben, aber in seinen letzten Jahren konnte er sich nicht mehr so gut konzentrieren und lange, komplizierte Sätze nicht mehr erfassen. Das hat ihm zu schaffen gemacht. Er hat gute Bücher mit kürzeren Sätzen gesucht. Ihm hätte es geholfen, wenn es die Kategorie 'Einfache Sprache' in den Buchhandlungen schon gegeben hätte." Das erzählt die Berliner Autorin Doris Bewernitz. Unsere Leser kennen sie durch das Buch "Wo die Seele aufblüht", welches wir hier als Fortsetzungsroman veröffentlicht hatten. Jetzt hat sie ein Buch in "Einfacher Sprache" geschrieben. Was das ist und wieso sie genau dieses Buch so gerne geschrieben hat, hat sie Inge Wollschläger erzählt. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 22. Oktober 2017:

- Deutschlandweite Konferenz "Diakonie und Entwicklung" tagte in Nürnberg

- Fehlender Mut zur Reformation? Vorläufige Bilanz des 500-jährigen Jubiläums

- Zur Buchmesse: Drei Korrespondentinnen berichten aus verschiedenen Weltregionen über Autorinnen + buchtipps

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