Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 14.1.2018
Brücke

=> Andacht: Schwachsein ist erlaubt

Vor vierzehn Tagen hat ein neues Jahr begonnen, zumindest in unserem Kulturkreis. Die Frage ist, haben wir uns auch diesmal wieder viel vorgenommen, die Zukunft anders zu gestalten? Bei so einem Jahreswechsel werden manche in Gedanken zu neuen Menschen. Es spricht nichts dagegen, wenn man sich überlegt, dieses oder jenes in seinem Leben neu anzupacken. Doch warum ­wollen wir dies überhaupt? Was ist das Ziel, welches dahinter steckt? Möchten wir den Menschen in ­unserer Umgebung oder uns selber beweisen, dass man sich auch ­verändern kann? Oder müssen wir etwa so werden, wie es eine funktionierende Gesellschaft von uns erwartet? ...

(aus 1. Kor 2, 1-7)

Martin Bek-Baier

=> Leicht ins Neue Jahr

Leer. Ja, das habe ich gedacht, als im Gottesdienst gefragt wurde: "Was haben Sie sich fürs neue Jahr vorgenommen? An was denken Sie?" Und ich habe angefangen zu denken und dachte: "Leer." Mein Kopf war leer. Das war wider Erwarten nicht schlecht. Ja, es war ein gutes Gefühl. Leer bedeutet auch, es gibt keine außergewöhnlichen Anforderungen, die warten oder drücken. Es gibt keine Belastungen, die beschweren. Mich drängen keine Erwartungen, die schieben oder ziehen. Da ist nichts Bedrohliches, das über meinem Haupt schwebt. Alles in allem starte ich mit einem guten Gefühl und mit Leichtigkeit ins neue Jahr, dachte ich. ...

Richard-Denkmal

=> Kein langer Weg zum "Guten König"?

Richard Löwenherz (1189-1199) galt lange als edler Ritter und heldenmütiger König. Wirklich? Die aktuelle Landesausstellung in Speyer zeichnet mit wertvollen Ausstellungsstücken den Weg dieses legendären englischen Königs und vollendeten Ritters nach. Er war auf der Burg Trifels in der Pfalz unweit der Stadt Speyer mehrere Monate lang gefangen. Für die Schau wirbt das Dommuseum mit einem markanten Profilkopf Richards. Sicher ein Blickfang - doch erst im 19. Jahrhundert geschaffen. Ein Bildnis in einer Chronik, die Mitte des 13. Jahrhunderts entstand, zeigt ihn deutlich blasser. Doch auch sie hat ebenso wenig wie alle Bildnisse seiner Zeit Porträtcharakter. Die Schau in Speyer lenkt so den Blick auf Inszenierungen. Und sie inszeniert selbst: So lässt sie Richard von seinen Reisen "twittern" - mit eingebauten Anglizismen. Ebenso wie die Darstellung Richards auf dem beeindruckenden Denkmal lockt sie also mit den Mitteln ihrer Zeit - nur etwas weniger heroisch. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 14. Januar 2018:

- Wenn Himmel und Erde sich berühren: Ruhestandspfarrer Günter Niekel ist ein Glockenkünstler

- Der Franke Gerhard Liwanetz setzt außergewöhnliche Projekte für arme Menschen um

- Kinder nähern sich in Speyer über Robin Hood Lebenswelten im Mittelalter - geht das?

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