Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 18.3.2018
Brücke

=> Andacht: Im Zeichen des Kreuzes

Das Volk ist dem Elend und der Unfreiheit in Ägypten entkommen und macht sich auf den Weg ins gelobte Land. Aber der Weg führt durch die Wüste, macht Umwege nötig und fordert harte Entbehrungen. So sehnen sich manche zurück nach Ägypten, wo man sich wenigstens auskannte und wusste, was auf einen zukam. Jedenfalls sind viele extrem unzufrieden mit der aktuellen Situation. Die Mühe des Weges, die Wüste, der Durst und der Hunger. Es ist zum Verzweifeln! Gott hat sie befreit, aber wozu? Das Ziel der Befreiung ist noch ungewiss und die Gegenwart ist voll von Leid! Ist die Klage der Israeliten nicht manchmal auch unsere Klage? Wir sind doch schon befreit und erlöst! Warum nach wie vor so viel Leid? Wie lange müssen wir das noch aushalten? ...

(aus 4. Mose 21, 4-9)

Martin Bek-Baier

=> Immer über andere schreiben?

''Müsst Ihr denn immer über die Katholiken schreiben?'', fragen manchmal Leser bei uns in der Redaktion an. Immer nicht. Aber diesmal schon! Unbedingt! Karl Kardinal Lehmann, emeritierter Bischof von Mainz und ehemaliger Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, ist im Alter von 81 Jahren in Mainz verstorben. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hat den verstorbenen Kardinal Karl Lehmann als "Mitstreiter für das ökumenische Miteinander" gewürdigt. Für die evangelische Kirche sei der langjährige Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (21 Jahre stand er ihr vor) und Mainzer Bischof ein ganz wichtiger Ansprechpartner gewesen. "Wir werden ihn alle sehr vermissen", erklärte Bedford-Strohm.   ...

Buchcover

=> Hoffnung auf glückliche Wendung im Leben

 "Cinderella" ist deutschen Lesern wohl bekannt - als Aschenputtel. Die 17-jährige Schülerin aus Syrien hat es für das Buchprojekt "Märchen aus 1001 Land" nacherzählt, "weil ich mich mit Cinderella identifizieren kann". Nishten Bakar lebt seit 2016 in Nürnberg. Wie sie haben mehr als 30 nach Nürnberg zugewanderte Frauen oder Studierende  Märchen und Legenden aus ihren Herkunftsländern zusammengetragen. Das Buch "Märchen aus 1001 Land" haben die Flüchtlings- und Migrationsberatung der Stadtmission Nürnberg und die Frauenbeauftragten des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Nürnberg gemeinsam verwirklicht. Die Frauen aus der ganzen Welt, die sich für ein Märchen oder vielfach auch eine Fabel aus dem Traditionsschatz ihrer Heimat entschieden haben, erklären ihre jeweiligen Gründe. Nishten Bakar meint zu Cinderella weiter: "Sie hat viele Missstände und Schwierigkeiten meistern müssen und hat sich stets ihre Herzensgüte, ihren Mut und ihre Geduld bewahrt."   ...