Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 25.3.2018
Brücke

=> Andacht: Geistliche Übung mit Wirkkraft

Wenn wir am Palmsonntag das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem hören, dann schwingt alles Weitere der Karwoche schon mit: das letzte Abendmahl, das einsame Gebet Jesu im Garten Gethsemane, die Gefangennahme, das Verhör, die Verleumdung des Petrus, die Verspottung mit Dornenkrone und Spucke und am Ende die Kreuzigung auf Golgatha. In der Liturgie, den Lesungen und der besonderen Atmosphäre der Gottesdienste erleben wir die Ereignisse nach. Mit der Menschenmenge in Jerusalem jubeln wir Jesus zu, wir spüren die abschiedliche Stimmung beim Tischabendmahl, wir zweifeln vielleicht wie Petrus an unserer Zivilcourage, und am Karfreitag liegt das Leben mit all seinen Brüchen und Abschieden, schwer wie Blei, auf unseren Schultern.

(Jesaja 50,4-7)

Inge Wollschläger

=> Endlich Ruhe?

Fast wäre die alte Dame von beinahe 90 Jahren auf dem Transport ins Krankenhaus gestorben. Aber nur fast. "Ich wollte, es wäre rum!", erzählt sie mir – der Krankenschwester in der Notaufnahme. "Endlich aus und Ruhe!"

Viele Krankheiten hatten ihr in den letzten Jahren das Leben erschwert. Die Kinder waren weit weg, der Mann früh gestorben. "Er kam aus der Kriegsgefangenschaft heim und war nicht mehr der, den ich kannte. Wir bauten ein Haus und bekamen die Kinder. Dann ist er plötzlich gestorben. Vielleicht war es ihm auch alles zu viel? Möglicherweise habe auch ich ihn überfordert?" – "Vielleicht sehen Sie sich im Himmel wieder?", überlege ich.  ...

Maria Magdalena

=> Einsichten der Frau, die Jesus nahe war

Die Passion ist immer wieder für eine filmische Interpretation gut: Nun ein Film von Garth Davis aus der Perspektive Maria Magdalenas. Schon bevor er anlief, überschlugen sich fast die Besprechungen. Oft beteten sie aber eher allgemeine Erkenntnisse zu Maria oder "Jesus und die Frauen" herunter. Tragen sie durch den Film? In Erinnerung werden sicherlich die intensiven Blicke des Films bleiben. In langen Sequenzen und maximaler Auflösung untermalen sie viele Dialogsequenzen. Oft sind sie voller Anstrengung oder Müdigkeit. Sie zeigen die Grenzen der Verständigung mit Worten auf. Wie lässt sich die Distanz zwischen Menschen, zwischen Jesus und seinen Jüngern, zwischen Handlung und Zuschauern überwinden? ...

Christine Krieg

=> Lebenslinien (Teil 128): Wie will ich sterben?

Man könnte ja mal ... . So habe ich immer wieder gedacht. Inzwischen feiere ich da ein kleines Jubiläum: Seit gut einem halben Jahrzehnt liegt eine Mappe mit dem sperrigen Titel "Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung - einfach, sicher, verbindlich" bei mir herum. Gut, dass ab und an mal das Leben aufgeräumt wird. "Man könnte sie ja mal ausfüllen", so dachte ich erneut. Mal wieder einer der guten Vorsätze, die sich partout nicht von selbst erledigen. Zwar ist keine unheilbare Krankheit in Sicht. Und ich fühle mich noch nicht wirklich alt oder schwach - aber dennoch. Schließlich trage ich Verantwortung. ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 23. September 2018:

- Treffen der deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrerverein in Augsburg

- Studie der Bischofskonferenz erfasst sexuelle Übergriffe in 3.677 Fällen mit 1.670 Tätern

- Warum Merhabi fast nichts sieht: Im Berufsförderungswerk Würzburg lernen Flüchtlinge mit Sehbehinderung Deutsch

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