Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 27.5.2018
Brücke

=> Andacht: Denkt groß, weil Gott groß ist!

Was für ein furioser Briefbeginn! Uns schlägt eine überschwängliche Begeisterung entgegen, die die leserfreundliche Übersetzung mit Punkten und Kommas nur bedingt widerspiegelt. Ursprünglich entzündet ein einziger Satz dieses Feuerwerk an Gotteslob. Sein Ende erreicht man atemlos, geradezu euphorisiert von so viel herrlicher Gnade und allumfassender göttlicher Weisheit. Hat diese auffallend überströmende Begeisterung einen besonderen Grund?...

(aus dem Brief an die Epheser 1, 3-14)

Susanne Borée

=> Was bleibt?

Es sind ganz normale Lebensläufe, die sich da vollenden. Anders gesagt: die ihrem Ende entgegen dämmern. In einer Seniorenresidenz versucht ein Memoirenschreiber seine Brötchen zu verdienen. So das Thema von Jens Sparschuhs neuem Roman "Das Leben kostet Zeit". Doch es ist eine ganz reelle Frage: Was bleibt von einem Leben? Jedenfalls dann, wenn es die Welt nicht mit großen Erfindungen, beispiellosen Taten oder Gedanken weitergebracht hat. ...

Hesselberg

=> Bewegende Momente zeigen Gottes Wirken

In vielen Facetten wurden diese "Orte des Glaubens" beleuchtet - von Bischof Andreas von Maltzahn aus Schwerin, der den Fall der Mauer mit der friedlichen Kraft des Glaubens durch Kerzen und Gebete verknüpfte und von Pfarrer Michael Wolf vom Amt für Gemeindedienst Nürnberg. Er forderte bei der Nachmittagsveranstaltung zu "Hingehen zu den Menschen und Einladen zu Gott" aufforderte. Traditionell wurde der Kirchentag mit den Glocken der Kirchen rund um den Hesselberg eingeläutet. Nach dem Einzug der Liturgen auf der Kirchentagswiese eröffnete sich bei der Begrüßung durch Dekan Hermann Rummel vom gastgebenden Dekanat Wassertrüdingen "ein phantastisches Bild" auf die Kirchentagswiese. Denn bei sommerlichem Wetter waren rund 13.000 Besucher zum Gottesdienst gekommen. ...

Simultankirchenradweg

=> Partnerkirchen wie Perlen an einer Schnur

''Hier teilt die Bahnlinie die Konfessionen.'' Josef Kohl kennt sich bestens aus in seiner Heimatgemeinde Freihung - und in der dortigen Kirche Heilige Dreifaltigkeit. Jenseits der Bahnlinie sei protestantisches Land, hier im Hauptort Freihung katholisches Gebiet. Teilen? Bisher dachte ich, der Simultankirchen-Radweg verbindet die Konfessionen: Schließlich haben sich Jahrhunderte lang im damaligen Fürstentum Pfalz-Sulzbach evangelische und katholische Christen eine Kirche geteilt. Sie sollten sich näher kommen - so der fürstliche Gedanke. Und die konfessionelle Einigkeit bleibt immer noch trotz Bahnlinie fester als anderswo. ...