Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 10.6.2018
Brücke

=> Andacht: Zu Menschen reden - mit Menschen reden

"Bei diesem Gottesdienst wird es zu besonderen Äußerungen des Heiligen Geistes kommen!", sagt der Kollege aus einer Pfingstkirche in Chile. Nach einigen Liedern und Gebeten steht eine Frau auf, geht mit geschlossenen Augen umher, bleibt vor einem Besucher stehen und streift mit ihren Händen von oben nach unten über seinen Körper. Nun sinkt der Angesprochene um und beginnt, unverständliche Laute von sich zu geben. Er redet in Zungen. In Gottesdiensten unserer Landeskirche kommt es selten zu Zungenrede. Dennoch schweben die Worte der Verkündigung oft von der Kanzel über die Köpfe hinweg. Wie gut wäre es, Worte zu finden, die Gottesdienstbesucher mitten ins Herz treffen.

(Aus: 1. Korinther 14, 1-3.23-25)

Inge Wollschläger

=> "Willst du glücklich sein im Leben ..."

"Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück. Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück." Möglich, dass sie diesen beliebten Poesiealbumspruch auch kennen - zumindest diejenigen unter uns, die so ein Buch besaßen oder besitzen. Ich hatte eines als Kind. Meine Schulkameraden haben da ebenso hineingeschrieben wie Verwandte und Lehrer. Ich kann mich noch gut erinnern, dass diesen Spruch eine meiner heute langjährigsten Freundin dort hineingeschrieben hatte. Ich meine sogar, mich noch ganz genau an ihre Kinderschrift zu erinnern....

Charlotte Brändlein (links) und Christine Spahlinger

=> Gemeinsam auf einem offenen Weg

Die Pfarrmänner sind mit eingeladen. Zu den alljährlichen Tagungen nach Tutzing schreibt das "Team für Pfarrfrauenarbeit in Bayern" durchaus auch Männer der Pfarrerinnen an. Letztens war eine knappe Handvoll von ihnen dabei - zum Thema Internet: "Das zog offenbar", so Charlotte Brändlein und Christine Spahlinger, die dem Team vorsitzen. 70 Jahre - randvoll angefüllt mit vielen Entwicklungen - feiert die Pfarrfrauenarbeit nun. Landesbischof Meiser lud 1948 Pfarrfrauen nach Tutzing zu Tagen der "Stille, Erholung und des Austausches" ein. Die "Pfarrbräutekurse" standen Pate bei der Pfarrfrauenarbeit. Ab 1960 wurden sie weitergeführt als "Seminar für junge Pfarrfrauen". Die Bräute brauchten nicht mehr "zu lernen, wie das Beffchen gebügelt wird", so Charlotte Brändlein augenzwinkernd. ...

Alpakas

=> Liebe auf den ersten Blick: Alpakas besuchen Seniorenkreis

Ganz vorsichtig schnüffelt Alpakadame Karamella an der Hand der sehbehinderten, 92-jährigen Irmgard Gräsing. Sie hat "Müsli" in der Hand - ein Spezialfutter für Alpakas. "Keine Angst. Beißen tut sie nicht!", erklärt ihr Tierbesitzerin Christiane Meidl. Dann nähern sich die Lippen des karamellbraunen Tieres. Die flauschige Schnauze senkt sich in die Hand und nimmt vorsichtig das krümelige Futter auf. Bisher kann sie sich nur auf die Kommentare der Schwärmenden verlassen: "Was für schöne Gesichter! Ach - diese Kulleraugen. Und schau nur, wie lieb sie schauen!" Doch nun spürt sie die leise Berührung des Tieres und hört die kleinen Summ-Laute, die Karamella zufrieden von sich gibt. "So was Schönes!", entfährt es ihr. ...