Editorial: Sommerfrieden finden

Susanne Borée
Susanne Borée

Was muss ich noch alles schaffen? Heute, diese Woche, bis zum nächsten Mal? Eingebettet sind wir wie so oft in einen strikten Zeitplan. Ich jage den Terminen nach. Oder hetzen sie mich? Da will ich nicht noch "dem Frieden" nachstellen. Ihn finden, das will ich sicherlich. Aber ihm nachzujagen, ist mir viel zu unfriedlich und hektisch.

In diesen Tagen machte ich mir das erste Mal Gedanken über die neue Jahreslosung für 2019: "Suche den Frieden und jage ihm nach" (Psalm 34,15). Zwar hat das alte Jahr noch fast fünf Monate, doch jetzt ist das neue Christliche Jahrbuch redaktionell zusammengestellt. Jetzt ist auch das Vorwort geschrieben, damit es dann im Herbst weiter seinen Weg - in den Druck und zu Ihnen - gehen kann. Dies habe ich nun vor dem Sommer geschafft. Und kann ein wenig Stille und meinen Frieden genießen.

Gerne will ich schon jetzt ein wenig meine Gedanken mit Ihnen teilen. Schließlich erscheint es gerade in diesem Sommer wichtig, zur Mitte des Jahres ein bisschen Ruhe, ein wenig Frieden zu finden, bevor im Herbst wieder alle Anforderungen auf uns einstürmen. Sonne hatten wir ja in diesen Monaten schon mehr als genug.
Wie sieht der Frieden denn aus? Erscheint er in ausgetretenen Pantoffeln - der Friede zu Hause? Ihn bemerkt man vor allem dann, wenn er nicht mehr da ist. Oder ist er wie ein gewaltiger, bunter Ballon - der Weltfriede? Damit will ich so gerne aufsteigen. Ein guter Wind, der Atem Gottes gibt ihm Richtung und macht ihn lebendig. In diesem Ballon gewinne ich einen größeren Überblick und einen größeren Abstand über all die Hindernisse und Sackgassen des Lebens.

Vielleicht wollen auch Sie uns und allen anderen Lesern mitteilen, wie und wo Sie Frieden finden konnten oder gefunden haben. Bitte schreiben Sie uns bis zum 15. September Ihre Gedanken oder Gedichte oder schicken Sie uns Bilder. Sie können es per E-Mail direkt an mich senden an s.boree(at)rotabene.de. Per Post erreichen Sie mich über das Evangelische Sonntagsblatt, Verlag J. P. Peter, Stichwort "Frieden finden", Postfach 1262, 91534 Rothenburg o. d. T. Ich freue mich schon auf Ihre Gedanken. Ich lese es dann, sobald ich aus meinem Urlaub zurück bin. Eine Auswahl davon werden wir im Sonntagsblatt veröffentlichen.Ihre

Susanne Borée