Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe des "Evangelischen Sonntagsblattes aus Bayern"

Evangelisches Sonntagsblatt vom 11.11.2018
Brücke

=> Andacht: Welkt der Mensch nur dahin?

Novembertage sind manchmal schwer zu ertragen, vielleicht deshalb wird alles getan, diese Tage und Wochen zu überspringen: aus dem goldenen Oktober hinein in die Weihnachtszeit. Und dann kommt noch dieser Bibelabschnitt aus dem Hiobbuch: Hiob beklagt die Vergänglichkeit des Lebens und ringt mit einem Gott, der ihm als Feind begegnet, der ihn ausspäht und den er bittet: "Wenn das Leben schon so kurz ist, dann Gott schau wenigstens weg und lass mich in Ruhe.“ Ohne Gott meint er glücklicher sein zu können. Da regt sich mein Widerspruch ...

 

Inge Wollschläger

=> Was habe ich damit zu tun?

Anfang November ist die Zeit, in der die sozialen Medien und Zeitungen gut gefüllt sind: Vor 80 Jahren brach in der "Reichskristallnacht" am 9. November 1938 offene Gewalt gegen Juden aus, staatlich inszeniert, verübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von ganz normalen Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Ich lese oft in den Kommentaren unter diesen Artikeln: "Was haben wir denn heute damit zu tun? ...

Juna Grossmann

=> 'Schonzeit vorbei

Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher. Die jüdische Bloggerin bekommt regelmäßig Hasspost. In ihrem Buch schildert die jüdische Deutsche das Leben unter diesem permanenten antisemitischen Beschuss, berichtet vom Wachsen einer Angst, die sie vor einigen Jahren noch nicht kannte, und davon, wie sie eines Tages merkte, dass auch sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass. Mit ihr hat Inge Wollschläger gesprochen.  ...

Denkmal des ehemaligen Umschlagplatzes des Ghettos in Bedzin

=> Dort ist nicht dort - Ein Besuch in der Vergangenheit

'Die polnische Stadt Krakau ist heutzutage ein beliebtes Reiseziel für Besucher aus allen Teilen Europas und der Welt. Reiseführer und Reisewebseiten beschreiben die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter auch unter der "muss man unbedingt machen” - Kategorie das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz und das Schindler Museum im Stadtteil Plaszów. Die schöne Stadt ist zu Recht auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Doch unsere Gruppe ist hier in Krakau für einen anderen Grund eingetroffen. Wir sind keine normalen Touristen. Wir sind hier für einen Besuch in die Vergangenheit. ...

Augsburger Synagoge

=> Schlüssel zur Heimat Jahrzehnte bewahrt

Augsburg war lange noch ein Mittelpunkt - zumindest gedanklich. Der jüdischen Familie Bauer gelang 1937 die Flucht aus Deutschland nach Palästina. Ihren Hausschlüssel nahm sie aus Deutschland mit. Bis 2005 hing er am Schlüsselbrett der Tochter - als stete Erinnerung an die alte Heimat. Dann erhielt das Jüdische Kulturmuseum Augsburg-Schwaben ihn geschenkt. In dem neuen Ausstellungsführer dokumentiert die langjährige Leiterin Benigna Schönhagen solche Familiengeschichten genauso wie kulturgeschichtliche Zusammenhänge. Das Jüdische Kulturmuseum entstand 1985 in der Augsburger Synagoge und zeigte zunächst Ritualgegenstände und Synagogenschmuck.  ...

Außerdem lesen Sie unter anderen in unserer gedruckten Ausgabe vom 18. November 2018:

- Auseinandersetzung mit jungen Kirchenmitgliedern stand zu Beginn der EKD-Synode in Würzburg

- Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher erblickte am 21. November 1768 das Licht der Welt

- Was steht in meinem Buch des Lebens? Eine Leitfrage für den Buß- und Bettag

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