Jetzt muss Zeit zum Atmen sein

Nikolaus Blum
Oberkirchenrat Nikolaus Blum auf der Landessynode der ELKB in Garmisch-Partenkirchen. Foto: epd/M

Zwischenbericht zu ''Profil und Konzentration'' auf Synode in Garmisch-Partenkirchen

''PuK ist in Schwung gekommen'', sagte Oberkirchenrat Nikolaus Blum in einem Zwischenbericht vor der Landessynode zum Zukunftsprojekt "Profil und Konzentration" (PuK). "Die Skepsis, die zu Beginn dem Prozess entgegen gebracht wurde,  ist einer Zustimmung gewichen", betonte er in Garmisch-Partenkirchen, dem Herbsttagungsort der Landessynode.

Nach dem Start zur Frühjahrs- Synode 2017 sei PuK in die Fläche gegangen. Fünf Grundaufgaben wurden den Synodalen auf bunten Karten mit in ihre Regionen und Gemeinden gegeben. Der Hauptleitsatz von PuK formuliert diese Grundaufgaben als einen Impuls. Der kirchliche Auftrag sollte auf das Wesentliche formuliert und in die jeweiligen Umstände der Gemeinde oder Aufgabenbereiche der Dienste und Werke übersetzt werden. "Es war ein Versuch die kirchliche Arbeit zu elementarisieren", so Blum. Die Karten haben ihren Zweck erfüllt, eine Debatte ortsnah, praxisorientiert und breit anzufachen, sagte der Oberkirchenrat.

Dann wurde auf bayernweit 160 Veranstaltungen darum gerungen, welche Themen und Arbeitsformate vorrangig sind und welche zu vernachlässigen. 7.000 Personen beteiligten sich daran. Ein Grundthema, das immer wieder genannt wurde ist, den Glauben mehr zum Thema zu machen. Ein oft wiederholter Wunsch von Teilnehmern ist, selbst Glaubenserfahrungen zu machen.

Dann gab es vier Konsultationen, die 400 Personen aus den besonderen und jeweils betroffenen Bereichen der Kirche erreichten: Es waren die Konsultationen "Ländliche Räume", "Landesweite Dienste", "Diakonie und Kirche" und eine Akademische Konsultation.

Im Sommer 2018 haben sechs PuK-Arbeitsgruppen ihre Arbeit beendet und Empfehlungen vorgestellt. Das PuK-Team hat diese Empfehlungen zusammengestellt und den Synodalen auf einem Stick in Garmisch-Partenkirchen überreicht.

"Besonders freut mich, dass PuK mittlerweile auch in der Ökumene ein Thema ist", sagte Blum. Der Generalvikar der Erzdiözese München, Peter Beer, schlug auf einer Begegnung der Leitungsebenen vor, Pastorale Räume als gemeinsame Räume zu begreifen. "Wir sind als Kirchen im selben Sozialraum aktiv, daher sollten wir uns abstimmen, um Ressourcen zu bündeln und überkonfessionell nutzen zu können."

Wichtig sei  auch ein weiterer Aspekt: Der PuK-Prozess ist eng mit anderen Projekten und Prozessen der Kirche verbunden. Allerdings müsse man kontinuierlich an den Schnittstellen arbeiten, damit eine gute Verzahnung auch gewährleistet sei, so Blum. "Wir sind insgesamt im straffen Zeitplan. "Es muss jetzt Zeit sein, dass das Gesamtsystem Raum zum Atmen habe - es sollen ja alle mitkommen können", schloss Blum.

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